Häufig gestellte Fragen

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Kann die Homöopathie auch Corona-Patienten helfen?

Selbstverständlich kann das korrekt gewählte homöopathische Akutmittel auch Covid-19-Patienten helfen. Es wurden in den vergangenen Monaten weltweit sehr viele Covid-19-Fälle homöopathisch behandelt – in fast allen Fällen erfolgreich. Zudem können die nach schulmedizinischer Behandlung beobachteten Langzeitfolgen vermieden bzw. – falls bereits vorhanden – homöopathisch behandelt werden. Die Homöopathie könnte auch auf den Intensivstationen eingesetzt werden. Leider werden jedoch bisher Intensivmedizin und Homöopathie kaum kombiniert. Professor Dr. Michael Frass setzt jedoch auf seiner Station für Intensivmedizin erfolgreich homöopathische Mittel ein, z.B. bei starker Schleimproduktion bei beatmeten Patienten, und publiziert die Ergebnisse seiner Studien in internationalen Fachzeitschriften.

Gibt es Wechselwirkungen (Interferenzen) zwischen schulmedizinischen und homöopathischen Arzneien?

Nein, es gibt keine Wechselwirkungen zwischen schulmedizinischen Medikamenten, die üblicherweise eine chemische Wirkung haben, und den homöopathischen Mitteln, die eine energetische (physikalische) Wirkung haben.

Die klassische Homöopathie wird in schwereren Fällen oft begleitend zur schulmedizinischen Behandlung angewendet. Ich begleite aktuell mehrere Patienten, die sich einer schulmedizinischen Krebsbehandlung unterziehen, parallel mit dem passenden homöopathischen Konstitutionsmittel. In allen Fällen ist der Verlauf aus Sicht der Ärzte überraschend positiv. Im Falle einer Verbesserung des Gesundheitszustandes kann der jeweilige Arzt (nicht der Homöopath) beschliessen, das schulmedizinische Medikament zu reduzieren.

„Die Homöopathie ist langsam“ – stimmt das?

Nein, wenn in einem akuten Fall das richtige homöopathische Mittel gewählt wird, verbessern sich die entscheidenden Symptome sofort.

Im chronischen Fall, d.h. wenn die Symptome seit Wochen, Monaten, Jahren oder Jahrzehnten bestehen, kann die Heilung etwas länger dauern. Es ist jedoch beachtlich, dass eine Heilung chronischer Symptome und Erkrankungen mit Hilfe der Homöopathie möglich ist, während hier die klassische Medizin oft an ihre Grenzen stösst.

Welche Reaktionen können während der homöopathischen Behandlung auftreten?

Als erste Reaktion nach der Einnahme des korrekten homöopathischen Mittels verspüren die Patienten im chronischen Fall meist umgehend mehr Ruhe, Zufriedenheit, Zuversicht, teils bessern die neueren körperlichen Symptome sofort. Im Verlauf von Wochen bis Monaten nach der Einnahme des Mittels kommen dann die älteren Symptome häufig noch einmal in akuterer Form zum Vorschein, um sich dann dauerhaft zu verbessern oder ganz weg zu gehen. Im akuten Fall verbessert sich der Allgemeinzustand sofort, d.h. akute Schmerzen werden sofort weniger stark, nach kurzer Erstverschlimmerung sinkt das Fieber etc.

Stimmt es, dass sich die Symptome zu Beginn der Behandlung verschlimmern können?

Ja, das nennt sich „Erstverschlimmerung“ und kommt vor allem bei der Behandlung chronischer Beschwerden (Konstitutionsbehandlung) vor. Es ist dadurch zu erklären, dass die Beschwerde nach der Einnahme des homöopathischen Mittels zurück in den ursprünglichen akuten Zustand geht (z.B. die akute Entzündung), um dann ganz auszuheilen. Zudem kann es während einer homöopathischen Konstitutionsbehandlung zu leichten Akuterkrankungen kommen (z.B. leichter Durchfall, Erkältung, Hautausschläge), die in der Homöopathie „Erleichterungen“ genannt werden. Auch in diesem Fall ist es empfehlenswert, die Akuterkrankung von selbst abheilen zu lassen, um das Immunsystem des Patienten / der Patientin zu „trainieren“ und dadurch zukünftige Rückfälle zu vermeiden. Zudem können sich auf diese Art auch die chronischen Beschwerden verbessern.

Welchen Sinn haben die Verlaufskontrollen? Reicht es nicht, wenn ich eine Email schreibe?

Die Verlaufskontrollen sind ein sehr wichtiger Teil der Therapie chronischer Symptome. Die erste Kontrolle des Heilungsverlaufs findet bei mir ca. einen Monat nach der Erstanamnese statt und dient dazu festzustellen, ob das homöopathische Mittel die gewünschten Reaktionen beim Patienten hervorruft. Dabei kann es vorkommen, dass der Patient / die Patientin den Eindruck einer Verschlechterung oder Stagnation der Situation hat, die Homöopathin ihn / sie jedoch darauf aufmerksam machen kann, dass die Heilung gemäss den Heilungsregeln (v.a.“von innen nach aussen“ und „von oben nach unten“) bereits auf dem besten Weg ist und schon bald eine deutliche Besserung der restlichen Symptome eintreten wird. In manchen Fällen muss das Mittel aufgrund des Berichts der Patientin / des Patienten gewechselt werden, nämlich dann, wenn es nicht wirkt oder wenn neue Auslöser zu neuen Symptomen geführt haben.

Auch wenn alle Symptome geheilt sind, ist es wichtig zur verabredeten Kontrolle des Heilungsverlaufs zu gehen, da die Homöopathin dann den Fortschritt genau notieren kann, um für eventuelle spätere Rückfälle die Vorgehensweise bereits klar vor sich zu haben.

In Emails kann über die körperlichen Symptome „Buch geführt“ werden, der Homöopath / die Homöopathin erhält jedoch nicht die Möglichkeit, sich ein detailliertes Bild vom Allgemeinzustand und der Gemütslage des Patienten zu machen. Dies ist jedoch für das weitere Vorgehen sehr wichtig!

Ist es empfehlenswert, während der klassisch homöopathischen Behandlung andere potenzierte Mittel (z.B. Schüsslersalze) einzunehmen?

Nein, es ist nicht empfehlenswert, zusätzliche potenzierte Mittel einzunehmen, da dies die Beurteilung des Heilungsverlaufs erschwert, d.h. die Homöopathin kann dann nicht unterscheiden, welches der Mittel für die zu beobachtende Wirkung verantwortlich ist/war, wodurch die zukünftige Behandlung unklar wird.

Mein Apotheker hat gesagt, ich soll das empfohlene homöopathische Mittel mehrmals täglich einnehmen, obwohl mein Homöopath / meine Homöopathin eine Einmalgabe empfohlen hat. Was soll ich tun?

Sie sollten sich strikt an die Empfehlung des Homöopathen / des Arztes halten, der das homöopathische Mittel verschrieben hat.

Können homöopathische Mittel neue Symptome auslösen?

Ja, wenn ein homöopathisches Mittel wiederholt eingenommen wird, kann es Symptome auslösen. Kaufen Sie bitte homöopathische Mittel nie in Eigenregie, sondern wenden Sie sich an eine klassische Homöopathin / einen klassischen Homöopathen.